Hallo alle Vespisti (und Heinkels natürlich auch)

Zum diesjährigen Anrollern hat uns der alte Herr dort oben mit reichlich Schönwetter bedacht und so konnte sich eine erkleckliche Anzahl (die Rede ist von über 20!) Roller, APEs und zwei Heinkels auf die Fahrt machen.

Natürlich – so hat sich der Verfasser sagen lassen –, ging das Gruppenfoto nicht ohne Komplikationen vonstatten, aber dann setzte sich der Lindwurm vom Kirchplatz doch in Bewegung und verließ Gießen in Richtung Hungen.

Hier stieß der Schreiber dieser Zeilen zum Troß und war fortan mit von der Partie. Hinter Hungen trennten sich die APEs und Sven mit seiner Zwiebacksäge, um die Strecke zum Ziel gemütlich direkt anzufahren. Wir anderen lenkten bei Langd links ein und knatterten „über die Dörfer“ und die grünende Flur durch den süd-westlichen Vogelsberg.

Langd, Ulfa – ein schöner Anblick nach Osten hin das Dörfchen Stornfels auf seiner Kuppe – und über den nächsten Bergrücken in Schlangenlinien ins Nidda-Tal nach Eichelsdorf. Schon hier war die Landkarte im Kopf bei so manchem Jungfuchs mit weißen Flecken übersät. Aber es kam noch besser: Die Bundesstraße gequert und durch lichten Wald und über weite Felder und Wiesen Glashütten passiert ging’s weiter in Richtung Hirzenhain.













Wer nicht immer nur des Vordermanns oder der Vorderfrau Hinterreifen im Blick hatte (man fuhr ja Kolonne!) und denselben auch mal schweifen ließ, konnte immer mal wieder einen grandiosen Ausblick auf diese schöne Landschaft erhaschen. Dunst am Horizont ließ auf ein Andauern des schönen Wetters schließen, die Fernsicht war aber eine imposante, und die Berge des Taunus waren im Hintergrund zu sehen. Davor die in allen Schattierungen grünen Hügelketten, die die Wetterau umschließen, auf denen Wiesen und blühende Obstbäume den Frühling ankündigten.

Die große Eisengießerei von Hirzenhain links liegenlassend fuhren wir weiter über Bindsachsen nach Kefenrod. Rechts ab nach Wolferborn und Rinderbügen (einst ein Ziel bei einer ähnlichen Ausfahrt, dort hielten wir Mittagsrast) ging die Tour weiter durch ein liebliches Bachtal endlich zum Ziel nach Büdingen.

Vor dem Mittagessen ein erstes Sammeln in der Vorstadt zur Zigarettenpause und Füße vetreten, bevor der Ruf erging: alles auf den Marktplatz zur dortigen Pizzeria!

Ein imposanter, jetzt „wiedervereinigte“ Corso zog sich, blaue Zweitaktwölkchen gelegentlich hinter sich lassend, durch die Vor- und Altstadt durchs Jerusalemtor schließlich auf den Marktplatz. Unter den wohlwollenden Blicken der vielen Passanten fand jedes Gefährt einen kommoden Parkplatz und die Pizzeria konnte „erstürmt“ werden.

Etwas eng bestuhlt, aber doch für jede/n ein Plätzchen bietend, stand einer leiblichen Stärkung nichts im Wege. Das Essen kam – für den herrschenden Betrieb – überraschend schnell und war lecker! Nach dieser Pause stand für viele noch ein Gang durch das nahe „50er-Jahre-Museum“ auf dem Programm.



Wer nach 1980 geboren wurde, wird sich gewundert haben über die Gerätschaften der Unterhaltungs-„Elektronik“ oder Küchenutensilien, ob der Nachtgewänder oder der Einrichtung eines typischen Wohnzimmers befremdet geguckt haben. Für uns Ältere waren viele der gezeigten Gegenstände durchaus noch üblich und in Gebrauch, wenn auch nur bei den Großeltern. Für so manchen ein hübscher „Flash back“!

Um noch einen „Absacker“ vor der Heimfahrt zu nehmen, kehrte der Troß noch im nur wenige Kilometer entfernten Ortenberg im Bistro Piaggio ein, wo es Heiß- und Kaltgetränke, aber leider keinen Kuchen gab – anyway.

Als Fazit bleibt zu ziehen, daß der „Bärtige“ wieder eine schöne Strecke ausgesucht hatte, die abwechslungsreich, nicht zu lang (aber auch nicht zu kurz) war – und allen wieder die schönen Seiten unserer mittelhessischen Landschaft und deren darin eingebetteten Dörfchen zeigte. Danke!

HaJo